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Derzeit heißt es Moped reparieren und DIA-Vorträge vorbereiten - ach ja arbeiten müssen wir auch wieder....

 

 

Wir haben uns sehr gefreut....am Samstag, 28.01.2017 durften wir um 16Uhr und um 19:30Uhr beim Lagerfeuer in Duisburg unseren Dia-Vortrag zur Panamericana-Reise halten. 

Mehr Informationen und andere tolle Vorträge gibt es unter www.lagerfeuer-duisburg.de

 

Unseren ausführlichen Reisebericht zur Ostseeumrundung 2016 findet ihr hier:

Europa-Ostsse

 

 

Julia+HaDi

F.A.T. - Stammtisch Westerwald

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MEXIKO - Das Festland

21.09.2013 bis 02.10.2013, 3000km (Gesamt: 25.900km)

Mexiko, das Festland (mit freundlicher genehmigung von www.welt-atlas.de)

Freitagmorgen – 20.09.2013 klappt es tatsächlich. Wir bekommen Tickets für Topolobampo! Als wir uns von unserem lieben Hotelvater Riccardo verabschieden, werden noch schnell Fotos gemacht und dann geht’s (mal wieder) zum Fährhafen Pichlingue. Als wir dort ankommen benötigen wir 1 ½ schlimme Stunden um die Erlaubnis zu erhalten auf die Fähre auffahren zu dürfen. Mehrfach werden Tickets, Personalien und Genehmigungen überprüft und immer wieder angefordert. Das war schlimmer als damals in die „Zone“ zu fahren. Und ich darf daran erinnern. Das ist eine inner- mexikanische Fähre!!!.

Mir (Julia) geht’s beschissen, da ich eine schlimme Erkältung habe und das Ganze doppelt anstrengend ist!

 

Die Überfahrt zum Festland nach Topolobampo dauert 7 Std. und ist unspektakulär. Auf dem Schiff lernen wir Rob und May kennen – die beiden sind aus Belgien und haben sich einen Van in Canada gekauft, mit dem sie auf dem Weg nach Argentinien sind. Als wir gegen 22:30 Uhr von der Fähre rollen finden wir zum Glück direkt ein Hotel. Rob und May stehen davor. Sie schlagen vor um Kosten zu sparen ein Zimmer zusammen zu nehmen. Gute Idee! So feiern wir zu viert mit Tequila und Bier in meinen Geburtstag rein.

 

Den nächsten Morgen verabschieden wir uns schnell, denn wir haben eine lange Strecke vor uns. Bis Mazatlan sind es ca. 430 km. Nach ca. 200 km essen wir mal wieder total lecker Mittag an einer viel befahrenen Straße – gutbürgerlich. Danach geht’s weiter. Als wir mal wieder anhalten um gekühlte Getränke zu trinken, setze ich mich schwitzend auf eine Bordsteinkannte, im Schatten unserer Moppeds. Und wie ich da so sitze und was trinke, sehe ich wie der Bremsscheibenschutz bei Kylie ein dickes Schmorrloch hat und geschmolzenes Plastik in Fäden runter hängt. Das ist nicht gut!!! Ich rufe HaDi. Der kanns nicht fassen. Immer ist irgendwas mit seinem Mopped. Wir fahren vorsichtig in den Nächsten Ort und HaDi nimmt das Hinterrad raus und baut die Bremse auseinander. In Windeseile werden neue Bremsklötze montiert und die Bremse inspeziert. Warum da was geschmort hat wird zunächst nicht klar – doch eines steht fest: Mit der Hinterradbremse stimmt was nicht. Wir fahren schnell weiter. Die Reparatur war zwar flott, doch der Zeitverzug zwingt uns nun im Dunkeln zu fahren. Völlig fertig nehmen wir uns ein total teures Hotel in Mazatlan und vergessen diesen stressigen Tag einfach!

 

Am nächsten Tag nehmen wir uns vor früh zu starten und nur bis zur Stadt Durango zu fahren. Durango ist ein Staat Mexicos und die Stadt mit dem gleichen Namen ist der Verwaltungshauptsitz dieses Bundeslandes. „Nur“ weil es laut Karte nur knapp über 200 km sind. Dann wollen wir bei heißen Quellen campen, die es ind dieser Gegend oft geben soll. Im Internet findet HaDi einen Spa-Bereich mit der Möglichkeit kleine Cabanas zu mieten. Das ist unser Ziel für den Tag!

 

Aber es kommt mal wieder ganz anders – wie eigentlich fast immer. Die Straße bis Durango windet sich in wenigen km (ca. 40) auf 2000 Höhenmeter und danach bleibt die Reststrecke auf 2000-3200 m Höhe. Unnötig zu sagen, dass die Strecke kurvenreich war. Die Landschaft ist beeindruckend und der starke, tiefgrüne Pflanzenbewuchs erinnert bereits schon ein bisschen an den Regenwald. Wir passieren den Tropischen Breitengrad und staunen über die teilweise tolle Aussicht. Das wunderschöne Bild wird etwas getrübt durch viele, viele LKW, die den unbekümmerten Kurvenspaß immer wieder bremsen, durch teilweise katastrophale Straßenbedingungen, ab- und an starken Regen und dichte Nebelbänke. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist „das Wildlife“ auf der Strecke. Immerwieder stehen Pferde und Esel auf der Straße, Kühe grasen neben der Straße, Ziegen entscheiden mit mutigen Sprüngen, dass es besser ist vor einen Motorradfahrer zu springen, als vor den entgegenkommenden LKW (haben ja recht die Viecher). Und so sind die „nur“ gut 200 km der Karte ( in echt 289 km ) nicht mal eben gefahren, sondern erfordern den ganzen Tag und wir kommen erst um 17:00 Uhr in Durango an.

Schnell was Einkaufen – tanken, und dann den SpaBereich suchen. Diesen finden wir zwar, doch die Option, dass man Cabanas mieten kann gibt es schon lange nicht mehr. Das ganze ist quasi ein großes Schwimmbad, mit Rutschen etc. und schließt um 18:00 Uhr – also zu dem Zeitpunkt, als wir dort aufschlagen :/

 

Es wird also erneut umentschieden: Wir suchen uns ein günstiges Hotel, kümmern uns um die Pferde und waschen Wäsche (dringend nötig!). Danach stürzen wir uns in das Nachtleben von Durango und schauen uns die Altstadt an – die ist wirklich schön!

Vorweg genommen, heute hat einfach alles geklappt. Unser Hotel in Durango war zufällig direkt neben einer Honda-Werkstatt, damit konnte ich (Hans-Dieter) mich direkt um 09:00Uhr um das Hinterradbremsenproblem kümmern. Aber erkläre mal – ohne entsprechende Spanisch-Kenntnisse, dass das Bremspedal oder die Fußraste verbogen sind, so dass diese verklemmen und mit brutaler Gewalt (Hammerschläge) zurück gebogen werden müssen. Ganz nebenbei hat wohl auch die Felge einen kleinen Schlag abbekommen, auch hier war ein wenig Arbeit angezeigt . Aber es klappt, mit Händen und Füßen und viel bueno, no, si, etc. schaffen wir es, so dass nach 2 Stunden Kylie wieder fahrbereit ist.

Also geht es um 12:00Uhr auf die 300km Fahrt nach Zacatecas in Zentral-Mexiko. Das klappt auch ganz fix und wir kommen um 15:30Uhr dort völlig stressfrei an. Eine Fahrt über eine "Hochebene" bei der wir durchgängig auf einer Höhe zwischen 2000 und 2300m bleiben (quasi Niedersachsen angehoben) Ich nehme es mal vorweg. Gerade eben sitze ich mitten in einem Weltkulturerbe. Aber der Reihe nach.

Wir fahren also heute sofort ins historische Zentrum hinein. Am Straßenrand kommt dann auch fix ein Motorrad geeigneter Parkplatz. Während wir uns abrüsten, um einen ersten Blick in die Altstadt zu werfen, sehe ich, dass wir gegenüber von einem Hotel parken. Ich frage Julia ob ich mal fragen soll, so aus Spaß, denn es ist wirklich total hübsch. Julia tippt auf gute 100Euro, ich bleibe darunter und tippe auf 80! Egal, ich bin neugierig. Der sehr fein gekleidete Portier führt mich sofort in den traumhaften Innenhof und zeigt mir das wunderschöne, geräumige Zimmer. Hier stimmt einfach alles! Aber die Gretchenfrage: Was kostet es? Dann der Hammer: 35Euro.......ich gehe raus hole Julia, zeige ihr das Hotel und offenbare dann den Preis......was soll ich sagen, die Zustimmung kam innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde. Und wie immer – Motorräder hinein ins Hotel, an der Lobby vorbei in den wunderschönen Innenhof, alles Antik, denn das Haus ist fast komplett im Originalzustand wie vor über 300 Jahren. Julia bricht es fast das Herz dort ein Motorrad hinein zu schieben – wir verzichten dieses Mal aufs Kettenölen!!!!

 

Schnell umziehen und dann in die Stadt. Die ist wunderschön und wurde 1993 als Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Den großen Reichtum aus den Gründerzeiten sieht man an jeder Ecke, war die Stadt doch 1546 wegen seiner riesigen Silbervorkommen gegründet worden. Wir genießen den zweistündigen Rundgang durch die Stadt und das ganz besondere Flair. Wir schauen uns alte Straßenzüge an, die tolle Kathedrale, ein altes Viadukt und einen schönen Park. Hier lässt es sich wirklich aushalten. Und nun sitze ich, mitten in der Altstadt in einem netten Cafe in der der historischen Stadthalle und schreibe......ein schöner Tag!

 

24.09.2013

Leider ist der Aufenthalt in Zacatecas viel zu kurz! Aber: Die Zeit sitzt uns im Nacken!! Mexico ist riesig und wir müssen wegen der Versicherung bis zum 2.10. 14:30 Uhr das Land verlassen haben!! Wegen der Zeitverluste auf der Baja (Road of Bones, Defekte und Bürokratie) ist nun leider alles hier etwas gehetzt! Das gefällt uns gar nicht, aber es ist momentan nicht zu ändern. Wir fahren weiter Richtung Rioverde. Rioverde liegt in einem Naturpark. Die Landschaft verändert sich erneut (nicht verwunderlich, wenn man sich mal anschaut wie groß Mexico tatsächlich ist – ich meine Norddeutschland sieht auch anders aus als Norditalien!)

Auf einmal fahren wir durch eine Landschaft, die vielleicht ein bisschen mit Kroatien zu vergleichen ist: sehr grün, aber mit hellen Felsen zwischen drin. Auch haben sich die angebauten Pflanzen von vorwiegend Kakteen ( die kann man essen – sehr lecker!) und Mais in Zuckerrohr und Bananen verändert. Die Straße ist toll und das Fahren macht einfach nur Spaß!

Als wir gegen 16:00 Uhr in Rioverde ankommen, finden wir in dem Gewusel der Straße mal wieder nicht, das ausgewiesene Hotel! HaDi, fährt klatsch neben einen Polizei-Pickup ( hier sitzen vorn zwei Kollegen drin, ein dritter steht mit Maschinenpistole im Anschlag – zumeist maskiert- hinten auf der Ladefläche) So was kann gut gehen..... muss aber nicht!! In unserem Fall geht es gut! Die Kollegen sind total nett, einer spricht sogar englisch und alle drei lotsen uns zu einem günstigen Hotel. Wir geben Abzeichen als Gastgeschenk und werden als „Lotsenfahrt“ mit Namen in ihrem Streifenbeleg vermerkt. :)))) Wir sind doch alle gleich!!! :)))))

 

Das Hotel ist erstklassig und total günstig! Die Motorräder kommen diesmal auf den hoteleigenen, abgeschlossenen Parkplatz und so können wir auch guten Gewissens Kette, Öl, Reifen etc... machen. Nach dem Versorgen der Pferde, wird geduscht und was zum Essen gesucht. Wieder fällt die Wahl auf ein einfaches Straßenlokal. Hier essen wir (3 Tacos und eine Gringa Gigante)mit zwei 0,5 l Getränken (Cola/Apfelsaftschorle) und bezahlen danach fast 5 Euro. Was soll man dazu sagen: das Essen in Mexiko ist günstig, immer lecker und immer frisch zubereitet mit viel Gemüse, scharfen Soßen und Fleisch (HaDi: “aber immer kleingehekselt.....wofür habe ich Zähne????“).

 

Den nächsten Morgen geht es gut gelaunt los Richtung mexikanischem Golf – also der Ostseite Mexicos! Noch mal als Erinnerung. Diese Route haben die Zyklone und Hurrikane vorgegeben – wir meiden quasi die verwüsteten Gebiete und „schrabben“ sie nur!

Die Straße ist zunächst sehr gut und kostet insgesamt ca. 8 Euro. Wir hätten auch eine mautfreie Straße wählen können, doch wir müssen heute mal wieder ein paar km machen. Wir kommen gut voran und haben die ersten 160 km recht flott bestritten. Danach wird es gruselig! Die Straßen sind unter aller Sau!! Man kann guten Gewissens keine 60 km/h fahren, da die Schlaglöcher immer größer werden, ständig die Straße weggerissen ist und notdürftig mit Schotter ausgebessert wurde. Auch geht mir langsam aber sicher der teilweise völlig rücksichtslose Fahrstil einiger (wenn auch nicht aller!) Mexikaner verschärft auf den Zeiger! Es ist knapp über 40 Grad warm und schwül. Irgendwann halten wir an und gönnen uns für 20 (1,10 Euro) Pesos zwei große Becher voller frischer Früchte. HaDi mag den gemischten „Teller“ - ich nehme Ananas pur mit Limettensaft und Schillypulver. LECKER!!!! Weiter geht es. Die Strecke zieht sich und ich kann irgendwann nicht mehr. Auch wenn HaDi noch einen Ort weiter wollte, ich lege mein Veto ein und wir machen Pause in dem Ort Tantoyuca. Hier finden wir das empfohlene Hotel nicht, aber ein anderes – es ist verhältnismäßig teuer, liegt aber zentral und hat Wifi. Außerdem bin ich müde und mein Motorrad macht immer mal wieder komische, wenn auch leise Geräusche und seit Canada weiß ich: Da sollte man direkt drauf reagieren. Während ich Besorgungen mache sieht sich HaDi die lokalisierte Stelle am Mopped an und macht eine nicht gerade schöne Entdeckung: Der Sicherheitsring auf dem vorderen Ritzel ( quasi hinter der Kupplungsabdeckung) hält nichts mehr und der Zahnkranz löst sich langsam aber sicher! Leichte silbrige Eisenspähne zeigen eindeutig den Verfall an. Hier werden wir in naher Zukunft (in wirklich naher Zukunft!!!) Ersatz finden müssen! Über WiFi ermitteln wir die nächsten HONDA-Werkstätten.

 

Nach dem ernüchternden Fund duschen wir ein wenig geknickt und machen uns zu Fuß auf die Stadt zu erkunden. Wir finden tatsächlich eine Wäscherei und freuen uns wie die Kinder darüber!!! Unsere Motorradhosen spotten jeder Beschreibung!!! Danach finden wir einen Markt und an dieser Stelle möchte ich bei all den schönen Erfahrungen in Mexico mal kurz was los werden:

 

Das Land ist arm und das sieht man. Oftmals ist es dreckig. Straßenkinder gehören zum Stadtbild und können einem das Herz brechen. Überall laufen spindeldürre Hunde rum – teilweise so dünn, dass ich vermute, dass sie die nächsten zwei Tage nicht überleben werden. Es liegen ständig tote Tiere rum. Sie verwesen einfach vor sich hin – keiner kümmert sich darum (bis auf die Geier) Oftmals ist es für das europäische Auge unerträglich! Auch auf dem durch uns gefundenen Markt laufen unzählige Hunde rum – alle kratzen sich ständig, die Hündinnen haben alle ein hängendes Gesäuge – es ist trostlos. Aber: Wir haben niemals, absolut NIEMALS ein Gefühl der Angst oder Bedrohung. Alle Menschen sind freundlich, die Stimmung ist gelöst und so ist es in der Summe einfach „Anders“!

 

Wir kaufen uns auf dem Markt ein ganzes gegrilltes Hähnchen, da HaDi ungehäkseltes Fleisch braucht, seine Zähne sind arbeitslos und drohen zu wachsen.... ;) Danach kaufen wir uns noch zwei Dosenmagaritas und gehen zu dem zentralen Stadtpark. Hier sitzen viele Menschen – Kinder laufen herum – es wird viel gelacht. Die Stimmung ist toll. Wie durch mich vorausgesagt, haben wir sofort drei Freunde (Straßenhunde, die den Geruch des gebratenen Hähnchens unwiderstehlich finden). Nachdem wir fertig sind, fitzel ich, wie früher für meine Hunde, den Knorpel, die Sehnen und das Restfleisch von den Knochen - so kommt immer noch einiges zusammen und die beiden verbleibenden Hunde (einer hatte die Geduld verloren) bekommen eine nette Tagesportion, die sie zumindest für heute rettet.

Am nächsten Morgen werden wir beide sehr früh wach und nach einem leckeren Kaffee kommen wir schon um 09:00Uhr auf die Straße. Das ist sehr gut, denn wir erreichen schon um 11:30Uhr die Stadt Poza Rica. Dort hat uns unser Freund „Google“ eine Honda-Werkstatt gefunden. Und obwohl das Navi die Straße in der Mittelgroßen Stadt nicht kennt, schaffen wir es mal wieder (aus Glück/Zufall) die Straße „20 de noviembre“ zu finden. Ruck zuck hilft uns der junge Mechaniker und sein Chef. Beide kennen zwar das Motorrad aus Bildern, haben aber noch nie eine „Live“ gesehen, geschweige denn repariert. Ich zeige das Problem und die Suche beginnt. Einen Sicherungsblech für das vordere Ritzel einer Africa Twin gibt es aber in ganz Mexiko nicht.....da ist guter Rat teuer. Mein Hinweis das Ritzel gegen ein neues zu tauschen (Hab ich im Koffer) und fest zu schweißen trifft auf wenig Gegenliebe, denn das bedeutet irgendwann in der Zukunft muss der Motor komplett auseinander genommen werden. Ich überlege hin und her, bis ich schließlich den Chef frage, ob er nicht provisorisch einen Sprengring einbauen kann....schwupp fährt der Jungmechaniker los, klappert diverse Örtlichkeiten ab, kommt mit einem fast passenden Ring zurück, welcher angepasst und eingebaut wird. Das muss ein wenig halten.....denn....wie schon so oft kommt die Hilfe aus dem „Nichts“.

Während wir so in der Werkstatt warten erhalten wir eine Einladung von Kollegen der Bundespolizei in die deutsche Botschaft von El Salvador. Natürlich fahren wir dort super gerne vorbei!!!! Während dessen suchen die Kollegen unseres AT-Stammtisches nach einer Möglichkeit uns ein Sicherungsblech zuzuschicken. Schwupp...1+1=1....wir bekommen per Express ein Blech per Post nach El Salvador und unsere „Reparatur“ muss nur 2-3TKm halten. Es ist so schön wenn alles zusammen passt. Jetzt müssen nur noch bis dahin die Grenzformalitätetn klappen....

Um 16:00Uhr fahren wir weiter und erreichen – nach einem echten „Bad-Street-Day“ mit mehr als 10.000.000 Schlaglöchern - kurz vor Nautla erstmals die mexikanische Golfküste. Hier sind unzählige Hotels, einige schön, einige weniger schön, einige verfallen, einige Ruinen, einige nur noch angekündigt. Wir finden ein wirklich ansehnliches Hotel mit Pool und Strandnähe, so dass wir auch noch ein Bad im Meer und im Pool nehmen können. Das Meer und der Strand sind hier leider nicht sehr einladend, eben keine Postkartenidylle. Aber das Wasser erfrischt und eine kleine Brandung gibt es auch. Wir genießen es!

 

Heute, Freitag, 27.09.2013, stehen wir erneut früh auf. Mexiko ist einfach ein extrem lautes Land. Jeder LKW macht Lärm wie 10 Presslufthämmer, ein Jugendlicher der etwas auf sich hält fährt ein Auto mit röhrendem Auspuuf, 1000Watt-Anlage und 3 Subwoofern, jedes Geschäft preist seine Waren mit mindestens 500 Watt an, dazwischen trällern Musiker und gehupt wird ständig....so auch letzte Nacht, da das Hotel eben zwischen Strand und Hauptstraße liegt. Trotzdem nehmen wir uns Zeit und fahren spät in Richtung Veracruz. Erneut sind die Straßen gruselig und dazu noch ziemlich voll. In jeder Ortsdurchfahrt geht es – wie überall in Mexiko – nur im Schritttempo voran, da mindestens 5-10 Bodenschwelle (15cm hoch und alle 50m einer) das Tempo drosseln sollen. Und, oh Wunder, das klappt. Hoffentlich kopiert diese Idee niemals ein findiger Verkehrsberuhiger in Deutschland. Ich stelle mir gerade die B51 in Remscheid oder die B8 in Leverkusen vor mit Bodenschwellen dieser Anzahl und Größe..... So kommen wir erst gegen 15:00Uhr in Veracruz an und suchen das historische Zentrum. Das finden wir ganz schnell und parken vor einem Militärkrankenhaus – bewacht und deshalb auch Mopedsicher. Beim Gang um die ersten Blocks finden wir mitten in der Altstadt ein schönes und günstiges Hotel, so dass wir unseren Plan ändern und heute in Ruhe Veracruz besichtigen werden. Die freundlichen Damen der Rezeption sind begeistert von den Großen Motorrädern und möchten Fotos haben. Selbstverständlich dürfen sie das....schnell wird sich geschminkt und die Haare werden gerichtet, dann mit Trittleiter rauf aufs Moped und Fotos gemacht. Damit ist klar, die Mädels werden diese nicht aus den Augen lassen. So können wir seelenruhig die wirklich schöne, aber wieder unheimlich laute Altstadt besichtigen. Schade, dass man eine Geräuschkulisse nicht in Fotos festhalten kann.

 

Ab hier sind es nun noch etwa 7-800km zur Grenze nach Guatemala, das sollten wir in den nächsten 3 Tagen schaffen und hoffen dabei auf unproblematische Grenzübertritte.

Pustekuchen Unproblematisch!!! Es würde ja nun auch langweilig, wenn diese Reise mal einen Tag ohne irgendwelche Dramen hätte!! Am Morgen des 28.09. kommen wir gut in Veracruz los. Um ausreichend Sprit für den heutigen Tag zu haben tanken wir am Stadtrand von Veracruz, so nach ca.4 km. Ich frage freundlich ob ich mit Mastercard bezahlen darf - „ja, klar“ - die Antwort kenne ich auch schon zu genüge. Nach dem Tanken will ich zahlen, aber die Karte wird abgelehnt. „Muss an der Karte liegen!“ - NEIN liegt es nicht! Es liegt an den schlecht gewarteten Geräten und ich empfinde es inzwischen als Frechheit, mir ständig zu unterstellen, meine Karten würden nicht funktionieren. Das ist hier leider an der Tagesordnung. Also, dann mal wieder in cash, was dazu führt, dass man Unmengen an Bargeld mit sich rumschleppen muss! Ich will nur noch weg, setze mich aufs Mopped und Elenore sagt keinen Ton mehr!

...............

Letzte Nacht hat es ziemlich geregnet und die Motorräder standen nicht überdacht. Vielleicht Wasser im Killschalter?? Oder Seitenständerschalter mit Kurzem?? … OK, erst mal alles mit WD40 fluten.....starten und?: ….nix. ….. Also wegschieben von der Zapfsäule und Seitenverkleidung runter und Spannung der Batterie messen. Die ist viel zu niedrig. Unter zur Hilfenahme von Kylie starten wir Elenore fremd, und beeilen uns die Seitenverkleidung wieder dran zu bekommen. Ich fahre dann schon mal los, ohne Licht oder andere Stromverbrauchen, damit die Batterie laden kann. HaDi kommt nach. Die Straße wird mal wieder schwierig, Baustelle, Schlaglöcher und meine Lieblingsgeschwindigkeitsreduzierer: honigmelonengroße Eisenhalbkugeln, die eng aneinandergereiht ein Horror sind für Zweiradfahrer. Danke auch!! Dennoch geht’s irgendwie und wir stoppen nach 1 ½ Std. und überprüfen die Spannung. Die ist immer noch nicht in Ordnung, aber mein SuperHaDi findet das lose Massekabel. Die Schraube am Rahmen des Motorrades hat sich bei den unzähligen Schlaglöchern losgerappelt und so kann die Batterie trotz ausreichend Spannung natürlich nicht laden!.

Nach dem Festschrauben stellt sich schnell heraus, dass die Batterie fantastisch lädt und alles ok ist. Nur ein kleiner, eigentlich völlig nichtiger Defekt, der mich aber wieder völlig fertig macht. Ich bin inzwischen derart dünnhäutig, dass ich beim kleinsten Verschlucker meines Motorrades das Schlimmste vermute...

 

Nach dem Schreck kommt der Hunger. Wir essen in einer dieser Straßenküchen und freuen uns über günstiges und leckeres Essen von immer freundlichen Mexikanerinnen. Erstmals mit echten, nicht klein gehekselten Fleischstücken...HaDi ist begeistert, denn er muß diese mal so richtig kauen....aber LECKER!!!!

Als wir Abends ein Hotel finden, werden erst mal noch ein paar kleiner Instandsetzungs- und Pflegearbeiten erledigt ( beide Steckdosen von Kyli, der Blinker, etc) danach wird relaxt.

 

Am Geburtstag meines Patenkindes Peer, fahren wir weiter Richtung Palenque. Die ehemalige Mayahochburg Palenque ist unser nächstes Ziel. Auf dem Weg meldet sich HaDi über unsere Helmkommunikation – bei seinem Motorrad stimmt was mit der Spannung nicht. Sobald er unter 3000 Umdrehungen fährt, meldet die Kontrolllampe Unterspannung. Das ist nicht normal! Also wieder anhalten, wieder alles ab, wieder überprüfen und suchen.... Ich frage ob ich helfen kann, doch HaDi meint nur: Trink was kaltes und setz dich in den OXXO ( seven/eleven auf mexikanisch).

Ich mache dass und sehe wie HaDi in der Hitze schuftet. Immer wieder macht er den Motor und das Licht an. Ich wunder mich noch über die Zusatzbeleuchtung, denke mir aber, dass er die anhat um bei Volllast die Spannung zu überprüfen. Konsterniert kommt er rein und meint: “Hab keinen Fehler gefunden!“ Als ich ihn frage warum er die Zusatzbeleuchtung angemacht hat, schaut er mich ungläubig an (Gedanken von HaDi: „eigentlich hätte ich sie kriegen können...“) und meint:“Jetzt sag nicht die ist an!! Warum hast du mir das nicht gesagt??“ Tja manchmal kann man Fehler mit einer Schalterstellung beheben! ;) (HaDi: "Wenn ich den kriege, der heimlich das Zsatzlicht eingeschaltet hat, der sollte sich man warm anziehen....)

 (Julia: Das war er selber, als er am Abend zuvor an seinem Mopped rumgeschraubt hat! ;))

Als wir nach Palenque einfahren, schauen wir mal nicht ganz so aufs Geld und buchen im „BestWestern“ zwei Nächte... wir sind die letzten 9 Tage ca. 2700 km gefahren – ohne einen Tag Pause. Morgen schieben wir ganz früh einen „Touritag“ an den Ruinen ein und reisen nicht weiter!!! Der Nachmittag gehört dann dem Pool......

 

Montag, 30.09.2013 – Tag der Mayas!

Wir sind heute schon um kurz nach sieben losgedüst, um ungestört die Maya-Ruinen bei Palenque zu besichtigen. Es hat sich gelohnt, denn erstens ist es dort wirklich schön und zweitens waren wir Touri 1+2 am Eingang, also Garantie für schöne Bilder ohne fremde Menschen und kein Gedrängel...ach ja, auch die Brüllaffen sind morgens noch aktiv, so dass wir sie sehen und ganz besonders auch hören konnte. Ab 09:00Uhr war Ruhe im Urwald, der Affenkönig wollte wohl „Siesta“ halten....

 

Palenque wird als eine der größten und schönsten Maya Ruinen bezeichnet. Ich (HaDi) habe natürlich ein wenig was gelesen....vorher! Geschichte der Stadt beginnt irgendwo bei 993 v.Ch. Mit einem Vorfahren späterer Könige. Aber eigentlich stellt sich später heraus war der eine Erfindung, um sozusagen edles Blut vorzutäuschen – diese Trickser!!! Nachgewiesen ist der erste Siedlungsbau nämlich erst ab 400 v.Chr. und der eigentliche Aufstieg zur Metropole begann um 400 n.Ch.! Die Stadt hatte große Bedeutung auf den Handelsrouten und die Könige bauten ab dieser Zeit ihre Stadt und ihre Symbole immer weiter aus. Die heutigen größten Gebäude wurden zwischen 600 und 700 n.Ch. erstellt. Allerdings hat Macht auch seine Schattenseiten, Kriege beherrschten das Leben und die Stadt wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Die entscheidende Niederlage kam im Jahr 711, danach begann der rasche Abstieg der Stadt, welche zuletzt im Jahr 814 erwähnt wird. Warum danach alles zurück gelassen wurde ist völlig ungeklärt. Fakt ist...der Urwald begann sein Tagewerk und nahm die Stadt wieder ein, überwucherte sie und sie geriet in Vergessenheit.

Die heutige Stadt Palenque wurde 8km weiter etwa 1564 von Dominikanern gegründet. Aber erst Ende des 18.Jh. Entdeckten diese die Ruinen im Urwald, welche völlig zugewachsen waren. Die nachfolgenden Forscher und Archäologen gaben sich die Hände und entdeckten Palast und Tempelanlagen. Bis heute sind erst 5% der Stadt frei gelegt, was aber schon beeindruckend ist. Hier ist eine -nein mehrere- archäologische Lebensaqufgabe.

Ach ja – auch Erich von Däniken hat hier ganz viele Belege für sein abstrusen „Alien-Theorien“ gefunden.

 

Genug der Geschichtsstunde. Wir jedenfalls haben den Tag genossen und waren beeindruckt von den Gebäuden. Die Bilder geben nur ganz wenig von dem wieder, was sich hier in einem Urwald abspielt......Riesenbäume, nahezu undurchdringliche Rankpflanzen und mittendrin eine Ruinenstadt, wow!!!

Heute morgen (01.10) packen wir früh die Kräder. Wir haben 300 km bis zur Grenze vor und wollen nach ca. 80 km noch in dem Wasser der „Aguas Azules“ baden, bevor es dann weiter gehen soll. Die Motorräder waren so weit gepflegt und gewartetet, nur noch tanken und Öl nachkippen, dann geht es auf – frohen Mutes. Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn die Pferde topp gepflegt sind. Die Straße ist wie immer: unterschiedlich. Eigentlich toll und auch das Wetter ist optimal, aber auf unserer Fahrspur sind immer wieder große Längsverwerfungen, die teilweise erst im letzten Moment zu sehen sind. Egal, die „Blauen Wasser“ rufen!

 

Zunächst jedoch wird man an einer Art Grenzhäuschen zur Kasse gebeten. Pro Motorrad 38 Pesos(2,10 €), dann geht’s weiter, mhhhh, geschätzte 200 m und man wird erneut gestoppt. Man soll noch mal zahlen. Auf die verwunderte Frage, warum schon wieder kommt die Antwort: das erste Mal Zahlen sei für die Fahrzeuge, jetzt sollen wir für die Fahrer zahlen. Noch mal 30 Pesos pro Nase. Ich(Julia) moniere, dass das ja nun unnötig ist für den gleichen Ort zweimal zum Bezahlen angehalten zu werden. „Nein, das ist normal. Das ist jetzt eine federale Gebühr.“ Ich sag nichts mehr – HaDi gibt ihm einen Hunderter für uns beide. Er kann nicht wechseln. Als HaDi die Fassung verliert und den kleinen Kerl auf Deutsch anbrüllt, wie das denn sein kann, das man bei einer Rechnung von 60 Pesos nicht mit einem Hunderter zahlen kann, macht der einen Satz und sagt es reicht ihm auch 50. Aber das ist typisch in Mexico....die Bankomaten geben ausschließlich 500er (=30Euro) aber ALLE wollen dass man passend zahlt und bei mehr als 20Pesos Wechselgeld ist Schluss....das nervt kolossal!

 

Ich bin jetzt bereits mega genervt und verliere als nächste die Fassung, als wir auf dem Parkplatz von so ein paar Spakkos als Gringos bezeichnet werden. Ein Touriabzocker Häuschen steht am nächsten, den ganzen Weg zu den Wasserfällen hoch. Ständig wird man gefragt ob man irgendeinen Nepp kaufen will. Die Wasserfälle führen viel Wasser. Das macht Eindruck, aber von „Azul“ kann keine Rede sein, es ist mehr eine braune Suppe ( Auf den Fotos sieht es deutlich schöner aus als es war). Schwimmen will keiner von uns. Wir gehen zurück zum Parkplatz auf dem unsere Motorräder ohne Beschädigungen und mit allen Sachen drauf stehen. Dann fahren wir weg. Das war schon mal nix.

Das Grenzgebiet zwischen Mexico und Guatemala ist traumhaft schön. Die Straße windet sich durch wunderbar bewaldete Gegenden und die Dörfer die man durchfährt sind gepflegt, die Tiere wohl genährt. Die Farbe dunkelgrün dominiert und man könnte meinen im Allgäu zu sein, wenn nicht immer wieder hohe Bananenpalmen und mannshohe Gräser/Schilf auftaucht. Hier scheint das reichere Mexico zu sein. Als plötzlich dunkle Wolken am Himmel auftauchen, die immer bedrohlicher wirken, entschließen wir uns die Regenkleidung an zuziehen. Ungelogen, wir haben sie kaum angezogen, kommt ein riesen Regenschwall auf uns nieder. Ein Blitz mit gleichzeitigem lauten Donner lässt mich fast aus Schreck vom Motorrad hüpfen. Meine Regenhose vom Hein geht gar nicht. Ich bin sofort durchnässt. So ein Mist! Immer wieder hört es kurz auf, dann dampft die warme Straße, dann fängt es wieder an. Außerdem spielt mein Motorrad mit mir Rodeo. Elenore nimmt das Gas nur ruckelhaft an. Das Phänomen hatte ich bereits im Zion, oder auch ab und zu in den nördlichen Staaten der USA. Bei Regen, auch wenn es nur wenig ist, fängt Elenore an zu spinnen. Gerade das Kurvenfahren ist dann schwer, da der plötzliche Geschwindigkeitsverlust einen „kippen“ lässt. Egal, ich gebe meinem Pferd die Sporen. In der Stadt Comitan findet HaDi eines von diesen kleinen Straßenimbissen, das überdacht ist. Wir essen fabelhafte Taccos und bestellen nach, weil es so lecker ist. Der Regen nimmt stark zu (es schüttet aus Kübeln und Eimern gleichzeitig). Sturzfluten fließen die Straße runter. Es schüttet ohne Unterlass. Bis zur Grenze sind es noch 100 km. Sollen wir die fahren, oder lieber hier ein Hotel suchen ?? Wir entschließen uns weiter zu fahren. Wir fahren los, biegen nach links ab und die breite, vierspurige Straße geht bergab. Die Fahrspuren sind knöcheltief unter Wasser. Elenore bockt nun völlig und geht während der Fahrt aus. Na Klasse. Es schüttet, ich stehe auf der linken Spur, rechts braust der Verkehr hupend vorbei und spritzt noch zusätzlich mit Wasser (total egal, denn ich bin bereits völlig nass). Ich lasse mein Mopped an den rechten Fahrbahhnrand rollen und HaDi sucht ein Hotel.


Und dann passiert wieder eines dieser „Reisewunder“! In der Senke der zuvor beschriebenen Straße befindet sich ein sehr schönes Hotel. Direkt daneben ein Yamaha Händler.!! Ich lasse Elenore bergab, bis zum Hotel rollen. HaDi sichert mich nach hinten ab. Er checkt ein und ich gehe zum Yamaha Händler. Hier will man mir sofort helfen und schickt einen Azubi zum Schieben. Zu dritt schieben wir Elenore in die Werkstatt. Der noch sehr junge Meister schaut interessiert – so ein Mopped hat man hier noch nicht gesehen. Nach einigem Überlegen tippt er auf den Seitenständerschalter (kluges Kerlchen!).

 

Zur Erklärung für nicht Motorradfahrer: Wenn der Seitenständer ausgeklappt ist und das Motorrad alleine steht, dann kann man den Motor nur anmachen, wenn „Neutral“, also kein Gang drin ist. Wenn man sich dann drauf setzt und den ersten Gang einlegen würde, dann geht der Motor sofort aus (wegen dem Seitenständerschalter). Das ist obligat – aus Sicherheitsgründen – Bei jedem TÜV-Termin wird hierauf besonderes Obacht gelegt.

 

Ich bin von der Diagnose nicht überzeugt, da ich den Schalter mit WD 40 zwei Tage zuvor geflutet hatte. Doch beim Ausbau schaue ich zu und sehe wie da das Wasser drin steht ( also gibt es immer einen Kurzen, der der Elektronik signalisiert : Der Seitenständer ist ausgeklappt – was er aber nicht ist!) Ruckzuck hat der Meister den Schalter mit Honda-Flüssigplastik abgedichtet und siehe da: Kein Rodeo mehr! Elenore schnurrt. Zur Sicherheit wird Elenore noch in der Werkstatt von allen Seiten mit dem Hochdruckreiniger „beglückt“.... und HaDi dreht ein paar Extrarunden durch alle Fützen die erfinden kann. 12 € später bin ich durchnässt, ko, aber glücklich im Hotel. Was für ein Tag!

 

Können wir nicht mal einen langweiligen Tag haben???? BITTE!!!!