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„Monastario de Piedra“ in Nuevalos/Spanien

Aktuelles

Wir sind bald wieder unterwegs.

 

Am 07.09. geht es für vier Wochen nach Spanien, mit Schwerpunkt Andalusien.

 

Den Reisebericht findet ihr dann hier:

 

Wenn ihr geren in eurer Region eine Vortrag hättet - wir kommen gerne - schreibt uns an.

 

Julia+HaDi

F.A.T. - Stammtisch Westerwald

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Spanien 

2019 fahren wir 4Wochen durch Frankreich und Spanien, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf Spanien liegen soll. Insbesondere wollen wir viel Zeit in Andalusien verbringen.

Am 07.09.2019 geht es los.

Das ist das erste mal, dass ich mit mir, der Planung und dem Reinigungszustand unseres Hauses zufrieden und im reinen bin. HaDi hat mit seinem Talent zum Planen den Beginn unseres Urlaubs völlig entspannt hinbekommen. Wir hatten bereits eine Woche vor Start angefangen zu packen und alles was mit sollte im Keller auf den Billardtisch gelegt. Das eigentliche Packen war in 0,Nichts erledigt und wir hatten den Freitag (erster Urlaubstag) ab 14:00 Uhr fürs saubermachen und Beladen. Ab 18:00 Uhr war Urlaub angesagt. Was für ein entspannter Start.

 

Dann konnte uns auch nichts die gute Laune am Samstagmorgen vermiesen - auch nicht Nieselregen und die Aussicht auf einen vollen Regentag!

Klar war, dass wir zunächst Kilometer fressen wollten um möglichst am ersten Tag bis Dijon zu kommen.

Trotz immerwieder Regen hat das auch hervorragend geklappt und wir haben die Empfehlung von guten Freunden befolgt und sind weiter als geplant bis nach Macon gefahren wo wir in einem bezaubernden kleinen Hotel übernachtet und zu Abendgegessen haben. Die Fotos sollten für sich sprechen. Insgesamt waren es heute 658km.

 

Sonntag, 08.07.2019, 348km, Gesamt: 1006km

 

Am nächsten Morgen, nach einem leckeren und ausgiebigen Frühstück, geht es los - Tagesziel sollte Andorra sein....... Das hat schon mal nicht geklappt... 

 

Aber von Anfang an:

Es regnet ab und an und es ist kalt! Es geht immer wieder bis 13 Grad runter, denn wir fahren auf über 1200 m hoch. Und immer wieder Regen.  Blöd, denn zu Anfang des Tages hatten wir entschieden, dass die Regenkleidung unnötig ist. Immer wieder der gleiche Fehler!!!

 

Die Strecke hierher ist allerdings traumhaft. Achim und Heico haben uns eine Routenempfehlung mitgegegebn und schon viel von der Gegend erzählt. Dankeschön für diese Strecken! Es ist eine Mischung aus kleinen Straßen und gut zu befahrenden Nationalstraßen. So kommen wir eigentlich gut voran. Nach ca. 340 km entscheiden wir, dass es genug ist für heute. Noch nicht mal annähernd Andorra! Aber hier durch die Cervennen wollen wir nicht nur einfach durchhuschen. Es ist großartig und das Wetter ist auch endlich etwas beser (nur immer bnoch nicht warm).  Wir haben ein kleines Hotel kurz vor Millau genommen. Der Ort Sainte Enimie liegt im Naturpark Cevenne und ist im Mittelalter entstanden. Absolut malerisch und wir finden auf Anhieb ein kleines, bezahlbares Hotel, welches eine Garage für die Motorräder hat. Und es ist erst 

16:30 Uhr, so dass wir tatsächlich noch Zeit und Muße haben die Gegend zu erkunden.  

 

Das Dorf ist als eines der Plus beaux villages de France (schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert und ist ein zentraler Ort für den Kanusport und Tourismus in der Region. Die Gemeinde Sainte-Enimie wurde am 1. Januar 2017 mit Quézac und Montbrun zur neuen Gemeinde Gorges du Tarn Causses zusammengeschlossen. Sie gehörte zum Arrondissement Florac und war Hauptort des gleichnamigen Kantons. (Wikipedia)

 

Morgen geht es dann eben durch den „Canyon von Tarn“ gen Andorra (denken wir...)

Montag, 09.09.2019

 

Nach einem netten kleinen Frühstück geht es bei wolkenlosem, blitzeblauem Himmel los gen Andorra. Unser Weg führt uns durch die Schlucht Tarn du Georges.... Ein Kurventraum!!!!, der nur dadurch gestört wird, dass man von der Natur um einen herum derart abgelenkt wird, dass ab und an plötzlich die Straße aus ist, kurz vor Millau biegen wir nochmal ab hinauf auf die Berge neben der Schlucht - noch mehr Kurven, noch mehr tolle Straßen....

Mittags machen wir halt in einem kleinen Ort, wo wir ein Baguette kaufen und den Käse und die Salami genießen, den wir noch von Zuhause hatten . Es dauert nicht lange, da gesellt sich ein Schweitzer Päarchen auf einer GS 1200 zu uns. Wir tauschen Tourinfos aus und die beiden warnen uns vor Andorra (?!?). Es sei häßlich und anstrengend, da sich ein Ort an den anderen reiht und man in einer Fahrzeugschlange durch das Land geschoben wird.

Wir missachten die Warnungen und wollen uns selbst einen Eindruck von dem Land machen. Nach ca. 350 km schönste Straßen (aber auch schon mit 8 Stunden in den Knochen) erreichen wir eine breite Straße, die sich nach Andorra hochschraubt. HaDi bemerkt, dass die Straße aussähe wie die Passstraße hoch zum „Großkotzner“ - wie ich den Großglockner nach meiner ersten Befahrung wenig liebevoll nenne. Tja, und so geht es weiter - Andorra hatte am 09.09. eine Feinstaubkonzentration, die Greta zur Weißglut gebracht hätte und den Hamburger Frachthafen wie ein Weisenkind hätte aussehen lassen. Zudem stehen wir uns in einem Stau bis zur spanischen Grenze. Die Orte sind allesamt häßliche Ansammlungen von Hotelburgen für den Ski-Tourismus - da bleiben wir lieber in Österreich und: HIER WERDEN WIR NICHT ÜBERNACHTEN! Und wenn wir nochmal 100 km drauflegen müssen!

 

Und so kommt es auch.... nach 462 km finden wir ein kleines Hotel am Straßenrand, wo wir völlig fertig, essen, trinken und in den Tiefschlaf fallen. Dennoch ein Glücksgriff, da es das Hotel des Vaters einer KTM Legende ist und unsere beiden Ladies mit Berühmtheiten aus der Crosserszene die Nacht verbringen dürfen. Neben uns übernachten in diesem Hotel am Straßenrand 6 weitere Motorradfahrer aus Deutschland.

 

HaDi wacht am frühen Morgen auf, da es heftig gewittert - ich schlafe durch - ich höre nix, wenn ich schlafe...

 
 

10.09.2019, 406km, 8Pässe, Gesamt 1864km

 

Bei leichtem Regenwetter packen wir zusammen und fahren los. An der Küste soll es die nächsten Tage heftig regnen. Also wird die Route geändert, wir verlegen sie nach Westen. Direkt am Hotel geht eine kleine Straße in Richtung Westen ab - sofort starte wir mit 35km absolutem Kurventraum. Dann ein kleines Tal und erneut 50km Kurven ohne Ende. Großartig, ohne Regen aber mit dicken schwarzen Wolken und 11-17Grad. Egal! Trocken!!!

Nach 200km erreichen wir Huesco, wo wir eine kurze Mittagspause in der Sonne einlegen. Ab hier geht es wieder in Richtung Süden, mitten durch Zaragossa führt uns der Gerrräääht.... Etwa 100km vor dem Ziel wird es wieder hügelig und kurvig, unser Ziel ist das „Monastario de Piedro“, ein zauberhaftes Kloster welches ein Hotel beherbergt und einen noch viel imposanteren Garten zu bieten hat. Hier haben die Mönche ihre Liebe zu fließendem Wasser ausgelebt und tolle Wasserfälle und Höhlen in den garten integriert. Ach ja - Fischteiche mit riesigen Forellen machen Appetit auf das Abendessen.......

 

11.09.2019, 397 km, 11 Grad Niedrigtemperatur

 

Im Monasterio de Piedra haben wir am Morgen noch ein hervorragendes Frühstück, bevor wir in einer großen Runde östlich um Madrid rumfahren. Wir fahren durch eine Gegend die Sierra de Cuenca heißt und wirklich beeindruckend schön ist. Insgesamt überqueren wir 5 Pässe, 4 davon über 1600m hoch, sehen Canyons und faszinierende Felsformationen. Mehrfach halten wir an und sind uns einig, dass diese Region in Spanien viel zu unbekannt ist. In den USA gäbe es hier große Visitor Center in denen man alles über die jeweilige Region erfahren würde.

Das einzige was wirklich so langsam nervt ist das Wetter - wir haben die Tour bereits an das Wetter angeglichen und haben Gegenden ausgelassen. Dennoch ist es kalt (11-15 Grad) und permanent droht ein Wolkenbruch. Wir sind doch in Spanien......

Ab Cuenca wird es dann wärmer und wir knacken die 25 Grad sogar kurzfristig. Hier nehmen wir gut ausgebaute Nationalstraßen und kommen gut voran. Der Vorteil: Trotz schöner Straßen und höherer Geschwindigkeit kann man die Blicke schweifen lassen, ohne Angst zu habendie Straße zu verpassen. In einem kleinen Dorf finden wir dann die erstealte Windmühle. Wir sind in der Heimat Do Quijote und Sancho Panza. Die Nacht verbringen wir logischer Weise in Alcazar de San Juan, der Heimat der beiden Helden.

 

12.09.2019, 325km, Gesamt:2586km

Heute sollen es 325km bis nach Cordoba werden / nicht auf dem direkten Weg, sondern in einem großen Bogen gen Westen. Gesagt getan, die Landschaft ist einsam und wunderschön. Erst kurz vor dem Tagesziel sehen wir wieder andere Fahrzeuge. 

Wir sind hervorragend vorbereitet und finden die beiden möglichen Hotels auf Anhieb. Das erste ist ausgebucht und am zweiten haben wir mehr Glück. Nachdem wir die Motorräder gepflegt und sicher geparkt haben geht es los die Hauptstadt Andalusiens erkunden. Unser Hotel liegt fußläufig ca. 20 min von der Altstadt entfernt und wir gehen über „Puente Romano de Cordoba“ - die „Long Bridge of Volantis“ aus GoT bis in den Stadtkern.

Man kommt direkt an der Mezquita Kirche an. Weltkulturerbe, riesig groß und sehr beeindruckend. Aber auch der Rest der (Alt-)Stadt ist traumhaft. Wir sind begeistert über den Zustand der alten Gemäuer und haben nicht nur Glück mit den kulinarischen Eindrücken der Stadt, sondern auch noch, als wir zufällig um 21:00 Uhr an der königlichen Hofreitschule vorbeikommen und an einer Vorführung teilnehmen können.

Ein toller Abend!

Freitag, 13.09.2019, 195km, Gesamt:2781km

Heute fahren wir nur noch ein kurzes aber schönes Stück von Cordoba nach Casabermecha, eine kleineStadt oberghalb von Malaga. Hier verbringen wir die kommende Woche im Kreis von Freunden und Familie. Einige Motorräder sind per Spedition angekommen und so stehen tolle Touren in Andalusien auf dem Programm.