Slowenien 2026
Sonntag, 06.09.2026 & Montag, 07.09.2026
Sonntag, 06.09. – Endlich geht’s los! (336km)
Nach dem Frühdienst ist es endlich so weit: Wir fahren los! Das Reisemobil ist gepackt, alles ist verstaut, und voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg Richtung Slowenien.
Unser erstes Ziel liegt allerdings noch in Deutschland: 335 Kilometer bis Hallerndorf zum Brauhaus Kreuzberg.
Während der Fahrt wird die Landschaft zunehmend ländlicher und abgelegener. Immer wieder denke ich: „Wow, hier ist es aber wirklich ziemlich weit draußen!“ Bei manchen Höfen und Stellplätzen fragen wir uns unwillkürlich, ob diese Anbieter ohne die App Landvergnügen überhaupt überleben können. Eigentlich eine schöne Sache - win - win Situation: Wir können schön und kostenfrei stehen und indem wir bei den Anbietern Essen und trinken, haben die ein bisschen mehr Umsatz.
Als wir schließlich am Brauhaus Kreuzberg ankommen, müssen wir lachen: Von wegen einsam und abgelegen! Vor Ort ist es riesig und rappelvoll – hunderte Menschen sind hier unterwegs. Mit Ruhe und Abgeschiedenheit ist es zunächst also nicht weit her.
Das Personal empfängt uns ausgesprochen freundlich, und auch das Essen ist wirklich lecker. Für die Nacht stehen wir auf einemSchotterparkplatz – nicht unbedingt der romantischste Stellplatz, aber für eine Nacht völlig in Ordnung.
Nachdem der Trubel langsam nachlässt und die letzten Gäste gegangen sind, kehrt schließlich doch noch Ruhe ein. Die Geräusche des Tages verstummen, und wir verbringen eine wunderbar ruhige Nacht.
Am nächsten Morgen werden wir auf ganz besondere Weise geweckt: Die Kirchenglocken der kleinen Kreuzkirche läuten und verleihen dem Morgen eine beinahe idyllische Stimmung. Eigentlich ein ziemlich schöner Start in den Tag.
Montag, 07.09. – Von Bayern Richtung Slowenien (606km, gesamt: 942km)
Am Montagmorgen setzen wir unsere Reise fort. Unser nächstes Ziel liegt im Grenzgebiet zwischen Österreich und Deutschland: das Restaurant Zur 1000-jährigen Linde. Schon zur Mittagszeit kommen wir dort an. Es bleibt genügend Zeit für einen schönen Spaziergang mit Booba, der heute einen ganz besonderen Grund zum Feiern hat:
Booba wird 10 Jahre alt! ❤️
Natürlich darf an seinem Geburtstag ein ausgiebiger Spaziergang nicht fehlen. Er soll seinen Ehrentag schließlich in vollen Zügen genießen können.
Doch es ist noch früh am Tag, und eigentlich haben wir noch gar keine Lust, bereits Feierabend zu machen. Die Reise hat gerade erst begonnen, die Stimmung ist gut – also beschließen wir kurzerhand: Wir fahren weiter. Unser nächstes Ziel ist ein Weingut bei Maribor in Slowenien: das Weingut Mulec.
Dort werden wir sehr herzlich empfangen. Eine kleine Weinprobe und eine leckere Vesperplatte warten auf uns – genau das Richtige nach einem langen Reisetag. Der Wein, die regionalen Spezialitäten und die freundliche Atmosphäre lassen uns sofort ankommen. Wir bleiben über Nacht und erleben dort etwas, das wir unterwegs besonders schätzen: Ruhe.
Die Nacht ist wunderbar still. Kein Trubel, keine Hektik – nur die angenehme Gewissheit, angekommen zu sein. Am nächsten Morgen unternehmen wir noch einen kleinen, wunderschönen Spaziergang und genießen die ruhige Umgebung, bevor es weitergeht.
Und damit sind wir nun wirklich angekommen in Slowenien.
Die Reise kann beginnen.
PS: Am Dienstag, 08.09.2026 legen wir bei 32Grad auf dem wunderschönen Platz beim Weingut "MULEC" einen Ruhetag ein - Wein und Sekt gibt es ja reichlich.......
Dienstag, 08.09.2026 – Ein ruhiger Tag in den Bergen nordöstlich von Maribor ☀️
Nach den vielen Kilometern der vergangenen Tage lassen wir es heute ganz ruhig angehen. Wir verbringen einen entspannten Tag mit vielen Spaziergängen mit Booba und zwischendurch immer wieder ausgiebigen Ruhepausen. Allerdings macht uns das Wetter ordentlich zu schaffen: Das Thermometer klettert auf bis zu 33 Grad. Für größere Unternehmungen ist es einfach zu heiß, also genießen wir den Tag ganz ohne Stress und lassen die Reise ein wenig auf uns wirken.
Am Abend wird es dann besonders schön. Gemeinsam mit zwei weiteren Pärchen sitzen wir auf den Bänken oberhalb des Tals und genießen den wunderschönen Blick über die Landschaft. Dazu eine Flasche Wein – mehr braucht es eigentlich gar nicht.
Während die Sonne langsam untergeht, taucht sie das Tal in ein wunderschönes Abendlicht. Ein richtig schöner und entspannter Urlaubstag.
Mittwoch, 09.09. 2026 (63km, Gesamt: 1005km) – Rogatec, Regen und eine Überraschungs-Grillplatte
Am nächsten Tag machen wir uns langsam auf den Weg in Richtung Rogatec. Unser Ziel ist das dortige Museumsdorf. Doch kaum sind wir angekommen, verändert sich das Wetter wie angekündigt schlagartig. Der Himmel wird immer dunkler und schließlich fast schwarz. Es dauert nicht lange und wir wissen: Der Regen kommt!
Also heißt es erst einmal abwarten. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang mit Booba und ziehen uns anschließend ins Reisemobil zurück. Die Wartezeit überbrücken wir mit ein paar Partien Backgammon.
Am späten Nachmittag hat sich das Wetter dann wieder etwas beruhigt und wir können doch noch das Museumsdorf Rogatec besuchen. Das Freilichtmuseum liegt am Fuß der Donačka Gora und vermittelt einen sehr schönen Eindruck vom früheren Leben in dieser Region. Historische und rekonstruierte Gebäude zeigen, wie die Menschen hier früher gewohnt und gearbeitet haben. Bauernhof, Wirtschaftsgebäude, Schmiede und weitere traditionelle Einrichtungen lassen das damalige Dorfleben richtig lebendig werden. Besonders interessant ist, dass es hier nicht nur um alte Gebäude geht. Auch traditionelle Handwerke und bäuerliche Tätigkeiten werden gezeigt. Dadurch bekommt man einen kleinen Eindruck davon, wie anders und ursprünglich das Leben hier einmal gewesen sein muss.
Nach dem Museumsdorf gehen wir noch in den Dorfkern von Rogatec und gehen dort essen. Wir entscheiden uns in einem einfachen Restaurant für eine Platte für zwei Personen – allerdings können wir die Beschreibung auf der Speisekarte beim besten Willen nicht entziffern. Also lassen wir uns einfach überraschen. Und die Überraschung ist richtig gut! Serviert wird eine Art Grillplatte mit Ćevapčići, Spießen und Koteletts. Alles sieht sehr lecker aus und schmeckt tatsächlich noch besser. Genau das richtige Essen nach unserem Tag in Rogatec.
Als wir anschließend zu unserem Stellplatz zurückkommen, stellen wir fest, dass inzwischen noch weitere Gäste eingetroffen sind. Drei Mädels stehen mit ihrem Auto auf dem Platz und schlafen darin, außerdem kommt noch ein weiteres Reisemobil dazu.
Trotzdem bleibt es erstaunlich ruhig.
Wir befinden uns hier in der Gegend rund um Rogatec und Rogaška Slatina, am Fuß der Donačka Gora. Der 884 Meter hohe Berg prägt die Landschaft und ist vor allem für seine bewaldeten Hänge und die wunderschöne Natur bekannt. Besonders beeindruckend sind die alten Buchenwälder an seinen Hängen. Für uns ist die Donačka Gora heute vor allem eine wunderschöne Kulisse für unsere Spaziergänge – und genau das genießen wir.
Und so endet auch dieser Tag wieder ganz entspannt. Nach Regen, Backgammon, Museumsdorf und einer leckeren Grillplatte freuen wir uns auf eine ruhige Nacht – und darauf, was Slowenien uns am nächsten Tag zu bieten hat. ❤️
Mittwoch, 09.09. – (17km, Gesamt: 10022km)
Wellness, Regen und Backgammon
Heute steht nur eine kurze Fahrt auf dem Programm. Wir fahren zu einem Campingplatz, an den eine große Funpark- und Rutschenanlage angeschlossen ist. Nach den vergangenen Tagen tut ein bisschen Abwechslung ganz gut. Besonders schön ist die großzügige Sauna- und Thermenanlage Olimia (natürlich sind Fotos nicht erlaubt - googeln lohnt sich). Dort verbringen wir vier herrlich entspannte Stunden. Verschiedene Saunen und Thermalbereiche laden zum Erholen ein – genau das Richtige, um einmal die Beine hochzulegen und nichts tun zu müssen.
Am Abend macht uns allerdings wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnet ordentlich, und so wird unser Abend kurzerhand zum Backgammon-Abend. Wir spielen eine Partie nach der anderen, während draußen der Regen gegen das Reisemobil prasselt. Dazu gibt es reichlich Aperol und Gin-Tonic. Auch das gehört irgendwie zu einer Reise dazu.
Donnerstag, 10.09. – (108km, Gesamt: 1130km)
Auf ins Logarska Dolina ⛰️
Am nächsten Morgen werde ich schon beim Frühstücks-Spaziergang mit Booba wieder nass. Da hilft nichts – wir packen zusammen, denn um 10 Uhr müssen wir den Campingplatz verlassen. Unser Weg führt uns nun weiter in Richtung Logarska Dolina, das berühmte Logar-Tal im Norden Sloweniens.
Hier ein paar Fakten zum Logar-Tal, also Logarska Dolina in Nordslowenien. Es gilt als eines der schönsten Gletschertäler der Alpen und ist etwa 7 Kilometer lang. Es liegt am Ende des Logar-Tal-Landschaftsparks und ist für seine dramatischen Bergkulissen , den Fluss Savinja und den Rinka-Wasserfall bekannt. Der Rinka-Wasserfall ist leicht zugänglich und ein beliebtes Ziel für Wanderungen. Im Tal selbst gibt es gut markierte Wege, von gemütlichen Spaziergängen bis zu anspruchsvolleren Anstiegen an den Berghängen. Es ist ziemlich beliebt bei Naturfans, aber bleibt trotzdem recht ruhig und ursprünglich im Vergleich zu manch anderem Alpental.
Den Campingplatz „Logarska Valley Na Logu“ hatten wir bereits in Deutschland ausgesucht und sind gespannt, was uns erwartet. Als wir ankommen, stellen wir fest: Wir sind tatsächlich erst die zweiten Gäste. Der Platz ist spartanisch, aber gleichzeitig liebevoll eingerichtet und liegt in einer traumhaft schönen Natur. Direkt hinter unserem Stellplatz fließt ein kleiner Bach, der allerdings ordentlich Lärm macht. Das Wasser kommt mit erstaunlicher Kraft direkt aus den Bergen herunter und rauscht ununterbrochen an uns vorbei. Bei unserer Ankunft ist der Himmel noch bewölkt, aber langsam zeigen sich die ersten blauen Stellen. Das macht Hoffnung.
Wir beschließen, eine – wie wir denken – kleine Wanderung in die Berge zu machen. Tja … aus der geplanten kurzen Wanderung wird dann doch etwas ganz anderes. Der Weg führt steil bergauf, teilweise über Geröll und ziemlich schwierige Wege. An manchen Stellen sind schon seit Jahren keine Menschen mehr hergelaufen. So ist das Laufen anstrengend und irgendwann wird aus den geplanten anderthalb Stunden eine Tour von mehr als drei Stunden. Vor allem unsere Knie bekommen dabei ordentlich etwas ab. Aber natürlich lohnt sich die Anstrengung trotzdem.
Und nach so einer Tour schmeckt das Essen gleich doppelt so gut. Zur Belohnung gibt es einen großen Salat mit ordentlich Grillfleisch. Anschließend machen wir ein schönes Lagerfeuer. Unsere Stellplatznachbarn gesellen sich irgendwann dazu und so sitzen wir gemeinsam bis weit in die Dunkelheit hinein am Feuer. Ein richtig schöner Abend inmitten dieser beeindruckenden Berglandschaft.
Später, zurück im Reisemobil, hören wir immer wieder das laute Rauschen des Baches direkt hinter uns. Ein ungewöhnliches, aber irgendwie beruhigendes Geräusch zum Einschlafen.
Freitag, 11.09. – Mit dem E-Bike tief hinein ins Logar-Tal
Nach einem guten Frühstück und einem ausgiebigen Spaziergang mit Booba starten wir heute etwas gemütlicher. Wir mieten uns E-Bikes und fahren damit tief hinein ins Logarska Dolina, das Logar-Tal.
Und jetzt zeigt sich die Landschaft von ihrer schönsten Seite. Nach dem vielen Regen der letzten Tage genießen wir endlich wieder strahlenden Sonnenschein. Das Tal ist einfach malerisch: links und rechts ragen die Berge steil empor, dazwischen grüne Wiesen, Wälder und immer wieder kleine Wasserläufe. Wir stellen die E-Bikes ab und machen anschließend noch eine kurze Wanderung zum Wasserfall. Auch dieser Weg lohnt sich – der Wasserfall und die gesamte Umgebung sind wunderschön und wirken fast ein bisschen kitschig schön.
Nach der Tour kommen wir allerdings mit einem Bärenhunger zurück. Und was könnte da besser passen als eine ausgiebige Vesperplatte? Wir genießen den Sonnenschein, die wunderschöne Gegend und eine riesige Platte mit Wildsalami, Schinken und frischem Käse. Dazu sitzen wir einfach draußen und lassen es uns gut gehen.
Nach den Regentagen der vergangenen Tage ist das ein ganz besonderer Genuss.
Das Leben ist schön!
Sonntag, 13.09. – (42km, Gesamt 1072kmm zzgl. 40km Huckepack)
Über die Pässe Richtung Westen – und dann kommt alles anders …
Nach einer erholsamen Nacht starten wir für unsere Verhältnisse heute früh – um 9:45 Uhr. Unser Plan ist, über verschiedene Pässe in den Westen Sloweniens zu fahren. Damit weichen wir kurzerhand von unserem ursprünglichen Reiseplan ab. Aber genau das ist ja das Schöne am Reisen mit dem Wohnmobil: Man kann seine Pläne ändern, wenn einem danach ist.
Für Montag ist nämlich strahlender Sonnenschein angesagt und Julia hat einen ganz bestimmten Wunsch: Sie möchte unbedingt das berühmte Grün der Soča sehen und natürlich fotografieren. Also müssen wir heute ein gutes Stück in Richtung Westen schaffen. Zunächst geht es über den Paulitsch-Sattel nach Österreich und anschließend über den Seebergsattel wieder zurück nach Slowenien. Die Strecke ist wildromantisch und spektakulär. Enge Bergstraßen, dichte Wälder, steile Berghänge und immer wieder grandiose Ausblicke – genau die Art von Landschaft, wegen der wir eigentlich hier sind.
Und dann wartet schon das nächste Highlight auf uns: der Vršič-Pass. Mit 1.611 Metern ist der Vršič der höchste Gebirgspass Sloweniens. Besonders berühmt ist die Passstraße wegen ihrer 50 nummerierten Kehren. Sie wurde im Ersten Weltkrieg von russischen Kriegsgefangenen gebaut und wird deshalb auch mit der sogenannten Russischen Straße in Verbindung gebracht. Heute ist sie eine der spektakulärsten Panoramastraßen des Landes. Wir freuen uns schon darauf, diese Strecke mit unserem Reisemobil zu fahren.
Doch dann kommt alles anders.
Nachdem wir vom Seebergsattel wieder herunterfahren, bemerkt HaDi plötzlich ein Vibrieren im Lenkrad. Kurz darauf hören wir ein Klackern. Erst ganz leise – dann wird es immer lauter. Irgendwas stimmt ganz gewaltig nicht. Wir halten mehrfach an und suchen nach der Ursache, können aber nichts finden. HaDi vermutet ein Problem mit den Bremsen, Julia tippt eher auf das linke Lenkkopflager. Schließlich bleibt uns nichts anderes übrig: Wir rufen den ADAC.
Nach ungefähr zwei Stunden Wartezeit kommt der Abschleppdienst zu uns in der Nähe des kleinen Ortes Kokra. Die Diagnose des Mitarbeiters lässt uns erst einmal schlucken: Er vermutet einen massiven Differenzialschaden. Unser Reisemobil wird aufgeladen und wir werden zu einer großen MAN-Werkstatt im Norden von Ljubljana geschleppt. Obwohl inzwischen Sonntag ist, befindet sich tatsächlich noch jemand auf dem hoch eingezäunten Werkstattgelände. Der Mann ist ausgesprochen freundlich, bietet uns sogar Wasser an und erklärt uns, dass man sich erst am Montag um unser Fahrzeug kümmern kann. Immerhin: Wir dürfen in der Einfahrt von MAN übernachten. Also machen wir es uns dort so gut wie möglich gemütlich. Wir haben ja alles dabei.
Am Abend machen wir noch einen großen Spaziergang und laufen etwa drei Kilometer zu einem Restaurant. Dort essen wir lecker zu Abend und machen uns anschließend wieder auf den Rückweg. Dann heißt es: Wecker auf 6:00 Uhr stellen.
Und natürlich gehen uns jede Menge Gedanken durch den Kopf: Was ist kaputt? Wie teuer wird das? Und vor allem: Wie lange werden wir hier wohl festhängen?
Montag, 14.09. – (132km, Gesamt: 1304km)
Eine überraschende Reparatur und ein Tag in Ljubljana
Schon um 6:15 Uhr geht es tatsächlich los. Wir sind völlig baff: Kaum ist die Werkstatt geöffnet, kümmert sich bereits jemand um unser Reisemobil. Und dann kommt die große Überraschung.
Es ist gar kein Differenzialschaden!
Die Ursache für das Vibrieren und Klackern ist viel banaler – und gleichzeitig ziemlich erschreckend: Die Radschrauben an allen Rädern waren locker. Besonders vorne links waren die Schrauben bereits so weit herausgearbeitet, dass das Rad kurz davor war, sich zu lösen. Uns wird erst einmal ziemlich mulmig bei dem Gedanken, was hätte passieren können. Letztmalig wurden die Räder in 2025 gewechselt und wir haben damit schon 15.000km abgespult…….ab sofort werden die Radmuttern vor jeder Reise geprüft! Die Reparatur kostet uns tatsächlich gar nichts. Wir sind so erleichtert und dankbar, dass wir ein ordentliches Trinkgeld dalassen. Das haben sich die Jungs wirklich verdient!
Und plötzlich ist unser Tag wieder frei.
Also entscheiden wir ganz spontan: Dann schauen wir uns eben Ljubljana an!
Wir fahren in die Hauptstadt und verbringen dort einige Stunden in der wunderschönen Altstadt. Ljubljana gefällt uns ausgesprochen gut. Die Stadt ist überschaubar und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Im Mittelpunkt steht der Fluss Ljubljanica, der sich durch die Altstadt zieht und von zahlreichen schönen Brücken überspannt wird. Wir kommen am Prešeren-Platz vorbei, dem Herzen der historischen Innenstadt. Hier stehen die berühmte rosafarbene Franziskanerkirche, das Denkmal des slowenischen Nationaldichters France Prešeren und die von Jože Plečnik gestaltete Drei-Brücken-Anlage (Tromostovje).
Weiter geht es zum Zentralmarkt, ebenfalls ein Werk Plečniks, und natürlich zur berühmten Drachenbrücke. Die vier großen Drachenskulpturen sind eines der Wahrzeichen Ljubljanas. Die Brücke wurde 1900/01 errichtet und gilt als bedeutendes Beispiel des Jugendstils und als eine der ersten großen Stahlbetonbrücken der Stadt. Überall laden kleine Cafés und Restaurants entlang der Ljubljanica zum Sitzen und Beobachten ein. Wir starten mit einem kleinen Frühstück am Fluß. Die Mischung aus historischen Gebäuden, dem Fluss, den Brücken und der Architektur Plečniks macht die Stadt wirklich besonders. Natürlich darf auch ein Blick hinauf zur Burg von Ljubljana nicht fehlen. Sie thront auf dem bewaldeten Burghügel über der Altstadt und prägt das Stadtbild schon seit Jahrhunderten.
Nach diesem ungeplanten, aber ausgesprochen schönen Zwischenstopp in Ljubljana heißt es gegen 12:30 Uhr dann wieder: zurück ins Reisemobil und weiter Richtung Westen. Unser eigentliches Ziel bleibt das Soča-Tal.
Und tatsächlich schaffen wir es!
Gegen 16:00 Uhr erreichen wir das Camp Liza bei Bovec. Nach dem aufregenden Tag sind wir froh, endlich wieder angekommen zu sein. Jetzt sind wir gespannt auf die Soča – und vor allem auf dieses unglaubliche Grün, das Julia unbedingt sehen und fotografieren wollte.
Dienstag, 15.09.2026 – Die Soča zeigt uns, was sie kann
Nach dem etwas turbulenten Vortag beginnt der Dienstag ganz entspannt: herrlicher Sonnenschein und ein gemütliches, geradezu opulentes Frühstück. Wir haben heute nur ein Ziel: raus in die Natur!
Wir machen uns auf zu einer etwa 11 Kilometer langen Wanderung auf dem Soča Trail. Der Soča Trail – auf Slowenisch Soška pot – ist der erste Naturlehrpfad im Triglav-Nationalpark. Er folgt der Soča von ihrer Quelle bis nach Bovec und führt dabei durch die Soča- und Trenta-Täler. Insgesamt ist der Trail etwa 25 Kilometer lang, wobei man sich natürlich auch einzelne Abschnitte herauspicken kann. An manchen Stellen treffen wir auch auf den Alpe-Adria-Trail, einen rund 750 Kilometer langen Fernwanderweg, der in 43 Etappen durch Österreich, Slowenien und Italien vom Großglockner bis an die Adria führt.
Und genau das machen wir heute.
Der Weg ist wunderschön, aber auch deutlich anstrengender, als wir gedacht haben. Uns kommen ständig Wanderer entgegen, der Trail ist teilweise ziemlich schmal, dazu kommen jede Menge Steine, Wurzeln und immer wieder etwas anspruchsvollere Passagen. Mit Booba ist das Ganze noch einmal eine besondere Herausforderung. Aber eigentlich wollen wir sowieso gar nicht schnell vorankommen, denn ständig bleiben wir stehen. Die Soča begleitet uns die ganze Zeit und verändert dabei ständig ihr Gesicht: mal fließt sie ruhig und breit dahin, dann wird sie plötzlich wild und tosend, zwängt sich durch enge Felsen oder verschwindet fast unter Bäumen. Und diese unglaubliche blau-grüne Farbe! Natürlich müssen wir immer wieder ans Wasser. Das ist allerdings eiskalt. So kalt, dass uns nach kurzer Zeit sogar die Kniekehlen anfangen zu schmerzen. ? Also schnell wieder raus und weiterwandern.
Nach rund 11 Kilometern sind wir jedenfalls ziemlich platt – aber glücklich. Für den Rückweg haben wir schlauerweise den Bus eingeplant. Eigentlich ganz einfach: einsteigen, zurück zum Campingplatz fahren, fertig. Wir hatten sogar extra einen Beißkorb für Booba dabei, denn unsere Internetrecherche hatte ergeben, dass Hunde in den Bussen nur mit Beißkorb mitgenommen werden. Also waren wir bestens vorbereitet und dachten, damit könne eigentlich nichts schiefgehen.
Eigentlich.
Der erste Bus fällt aus. Okay … dann nehmen wir eben den nächsten. Der kommt tatsächlich. Wir wollen einsteigen – und dann verweigert uns der Busfahrer die Mitnahme von Booba. Beißkorb hin oder her. Tja. Und da stehen wir nun: drei völlig müde Wanderer mitten in Slowenien, ohne Auto und mit einem Hund.
Doch dann passiert das, was auf Reisen manchmal einfach passiert: Wir werden gerettet! Ein Ehepaar aus Bayern bekommt unsere Situation mit und bietet kurzerhand an, uns zurück zum Campingplatz zu bringen. Unsere persönlichen Engel des Tages! Vielen, vielen Dank an Esther und ihren Mann aus der Gegend östlich von München! Ihr habt uns wirklich den Tag gerettet!
Gegen 18:00 Uhr kommen wir endlich wieder im Camp an. Und wir drei sind komplett fertig. Booba hat nur noch einen Wunsch: auf seine Decke. Er schlingt sein Futter herunter und fällt anschließend praktisch sofort in einen tiefen Schlaf. Wir dagegen haben einen Bärenhunger. Also geht’s ins Restaurant auf dem Campingplatz. Das Essen ist jetzt nicht unbedingt ein kulinarisches Highlight – aber ganz ehrlich: Wir haben Hunger und essen einfach viel. Danach sind wir endgültig erledigt.
Was für ein Tag! Die Soča war wunderschön, die Wanderung anstrengend, der Rückweg chaotisch – und am Ende hatten wir sogar noch zwei Engel aus Bayern zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Mittwoch, 16.09.2026 – 139m, Gesamt: 1443km
Mit lieben Nachbarn aus der heimat einen gemeinsamne Abend in Slowenien verbracht.
Heute fahren wir in Richtung Süden bis nach Slavina. Hier sind wir zentral zwischen den Karst-Gebirge und Lipica, unsere nächsten Ziele.
Aber zunächst einmal treffen wir Bernd und Marie-Luise, die auf dem Heimweg von Krotien sind. Es ist einfach wunderbar mit so guten Freunden die Wege zu kreuzen. Als wir auf dem Camp Plana ankommen haben die beiden ihren Camper schon eingeparkt und die Platzwartin Marie-Luise bewacht unseren vorgesehen Stellplatz. Wir verbringen einen wunderschönen Abend und ein gemeinsames Frühstück und tauschen Urlaubsgeschichten aus. Es ist so schön mit den Beiden .
Donnerstag, 17.09.2026, 38km, Gesamt: 1481km
mächtige Burg und riesige Tropfsteinhöhle
Heute ist eindeutig Regentag. Der Himmel hängt grau über Slowenien und beschließen wir, das Beste aus dem Wetter zu machen und uns heute in die Unterwelt und in die Geschichte Sloweniens zu begeben.
Unser erster Stopp ist die Höhlenburg Predjama – und schon von außen ist sie ziemlich spektakulär. Die Burg klebt förmlich an einer riesigen, senkrechten Felswand und ein großer Teil des Gebäudes ist direkt in die Höhle hineingebaut. Ein ziemlich ungewöhnlicher Ort für eine Burg – und vor allem einer, der sich hervorragend verteidigen ließ. Berühmt wurde Predjama vor allem durch Erazem von Predjama, einen slowenischen Ritter und Raubritter des 15. Jahrhunderts. Nach einem Konflikt mit den Habsburgern zog er sich in die Burg zurück. Die kaiserlichen Truppen belagerten Predjama daraufhin mehr als ein Jahr. Eigentlich wollten die Belagerer Erazem einfach aushungern. Das Problem: Sie hatten offenbar nicht mit der Höhle gerechnet. Hinter der Burg befindet sich ein weit verzweigtes Höhlensystem mit einem geheimen Zugang nach draußen. Durch diesen konnte die Burg während der Belagerung mit Lebensmitteln und anderen Dingen versorgt werden. Während die Soldaten unten darauf warteten, dass den Burgbewohnern endlich die Vorräte ausgingen, soll Erazem sie sogar verspottet haben – unter anderem mit frischen Kirschen und einem halben Ochsen zu Ostern.
Letztlich war es nicht die Belagerung, die ihn besiegte, sondern Verrat. Einer seiner Diener soll nach Bestechung den Belagerern verraten haben, wann Erazem sich auf die Toilette zurückzog. Das Abortgebäude lag außerhalb der eigentlichen Burgmauern und war durch dünnere Wände die entscheidende Schwachstelle. Als Erazem dort war, gab der Diener das Signal – und die Belagerer feuerten. Der berühmten Überlieferung nach wurde Erazem durch einen Steinkugelschuss auf dem Abort getötet. Eine ziemlich kuriose Geschichte für eine so beeindruckende Burg – und irgendwie typisch Mittelalter: Ein Jahr lang hält man eine Belagerung aus, wird durch einen geheimen Höhlengang versorgt und am Ende entscheidet ausgerechnet ein Verräter über das Schicksal des Burgherren.
Danach geht es weiter zu unserem zweiten Höhepunkt des Tages: den Postojna-Höhlen.
Und hier verschlägt es uns dann tatsächlich ein bisschen die Sprache. Die Dimensionen dieser Höhlenwelt sind unglaublich. Das gesamte Höhlensystem ist rund 24 Kilometer lang, wobei wir heute etwa 5 Kilometer davon besichtigen können. Ein Teil der Strecke wird ganz stilecht mit der Höhlenbahn zurückgelegt – sogar auf einer eigenen unterirdischen Bahnstrecke. Damit soll sie die größte Tropfsteinhöhle Europas sein.
Die Höhlen wurden vor ca. 80 Mio. Jahren gebildet. Über die Zeit wurde der Karst-Fels vom Wasser, vor allem vom Fluss Pivka, ausgehölt. Danach kamen die beeindruckenden Tropfsteine. Überall hängen riesige Stalaktiten von der Decke, während von unten Stalagmiten in die Höhe wachsen. Manche davon sind so groß, dass man sich kaum vorstellen kann, wie lange die Natur dafür gebraucht hat. Der größte misst 16 Meter und soll knapp 200.000 Jahre alt sein……
Besonders beeindruckend sind die riesigen Hallen. Die sogenannte Konzert- bzw. Große Halle ist so gewaltig, dass dort sogar Konzerte stattfinden können – sie bietet Platz für bis zu 10.000 Menschen. Und natürlich begegnen wir auch dem berühmtesten Bewohner der Höhle: dem Grottenolm, dem sogenannten „Baby Dragon“. Dieses faszinierende Amphibium lebt vollständig im Dunkeln und kann jahrelang ohne Nahrung auskommen.
So verbringen wir also einen völlig anderen Urlaubstag: draußen grau, nass und ungemütlich – und drinnen eine faszinierende Welt aus Felsen, Tropfsteinen, mittelalterlichen Geschichten und tiefschwarzer Dunkelheit.
Manchmal sind Regentage eben gar nicht so schlecht.
Freitag, 18.09.2026 - 85km, Gesamt: 1566km
Lippizzaner
Heute stand ein ganz besonderes Ziel auf dem Plan: das berühmte Gestüt Lipica. Die Geschichte des Gestüts reicht bis 1580 zurück – als der Habsburger Erzherzog Karl hier ein Gestüt errichten ließ. Aus den heimischen Karstpferden und vor allem spanischen Pferden entwickelte sich über die Jahrhunderte die berühmte Lipizzanerzucht. Von Lipica aus gelangten die Pferde nach Wien und wurden dort schließlich an der Spanischen Hofreitschule weltberühmt. Wir hatten außerdem gleich am Eingang richtig Glück: Dort stand gerade eine deutsche Besuchergruppe mit einem deutschen Guide. Kurz gefragt – und wir durften uns einfach anschließen. So kamen wir völlig unerwartet zu einer richtig interessanten Führung auf Deutsch. Heute leben auf dem Gestüt etwa 300 Lipizzaner, welche der Zucht dienen, klassisch ausgebildet oder zum reiten genutzt werden, Kutschen ziehen oder ihren Lebendsabend hier verbringen.
Besonders schön fanden wir die Geschichte, die uns unser Guide über den Namen der Lipizzaner erzählte: »Lipa« bedeutet Linde, und der Erzählung nach bedeutet »Lipica« kleine Linde. Für jede Fuhre junger Pferde, die nach Wien gebracht wurde, wurden jeweils drei kleine Linden gepflanzt. Mit jeder weiteren Pferdefuhre kamen also neue junge Linden dazu, die nach und nach zu einer beeindruckenden Allee heranwuchsen. Und aus dieser Verbindung von den kleinen Linden – Lipica – und den Pferden entwickelte sich schließlich der Name Lipizzaner.
Das weitläufige Gelände mit seinen historischen Gebäuden, den alten Alleen, den großen Weiden und natürlich den vielen eleganten weißen Pferden hat uns wirklich begeistert.
Samstag, 19.09.2026 – 117km, Gesamt 1634km
Von Piran ans Meer
Nach all den Bergen, Höhlen und Burgen wird es Zeit für einen Tapetenwechsel: Wir fahren Richtung Küste! Unser Ziel ist Piran, eine der schönsten und wohl bekanntesten Küstenstädte Sloweniens.
Piran liegt malerisch auf einer schmalen Landzunge und versprüht mit seinen engen Gassen, den venezianisch geprägten Häusern und dem Blick auf die Adria einen ganz besonderen Charme. Herzstück der Altstadt ist der Tartini-Platz, benannt nach dem berühmten Geiger und Komponisten Giuseppe Tartini, der 1692 in Piran geboren wurde. Der Platz war früher übrigens ein kleiner Hafen, der erst Ende des 19. Jahrhunderts zugeschüttet wurde. Schon die Anfahrt mit unserem Reisemobil ist allerdings ein kleines Abenteuer. Die Straßen werden immer enger und irgendwann landen wir mit unserem dicken Brummer ziemlich dicht an einer Pizzeria. Parken auf Italienisch-Slowenisch – sagen wir mal: millimetergenau! Aber wir schaffen es und können uns auf den Weg in die Altstadt machen.
Wir schlendern durch die schmalen Gassen, schauen uns den Tartini-Platz und die alten venezianischen Häuser an und lassen einfach die Atmosphäre auf uns wirken. Piran ist klein, aber unglaublich charmant – überall gibt es etwas zu entdecken und natürlich immer wieder den Blick aufs Meer. Zum Mittagessen suchen wir uns bewusst kein großes Restaurant an der Uferpromenade, sondern landen in einem kleinen Fischrestaurant etwas abseits, in zweiter Reihe. Und genau das erweist sich als Volltreffer! Hier sitzen tatsächlich fast ausschließlich Einheimische – und das ist meistens ein ziemlich gutes Zeichen. Der Fisch ist frisch, das Essen unglaublich lecker und alles wirkt angenehm unkompliziert. Genau so hatten wir uns unser Mittagessen an der slowenischen Küste vorgestellt.
Nach unserem Piran-Bummel geht es weiter Richtung Süden. Wir hatten ja schon festgestellt, dass die Auswahl an wirklich schönen Campingplätzen direkt am Meer auf der slowenischen Seite eher überschaubar ist. Also wechseln wir kurzerhand das Land und fahren nach Kroatien. Bei Savudrija werden wir schließlich fündig. Ein schöner Platz am Meer, genau das, was wir gesucht haben. Und weil es uns hier so gut gefällt, bleiben wir gleich drei Nächte. Damit ist auch klar: Die nächsten Tage werden ganz entspannt. Meer statt Berge, Baden statt Wanderschuhe und hoffentlich ganz viel Sonne.
Und ein ganz besonderer Tag steht bevor … Denn am Montag ist Julia-Geburtstag!
Montag, 21.09.2026 – Geburtstag am Meer
Heute ist Geburtstag!
Und was könnte schöner sein, als den Geburtstag direkt am Meer zu verbringen? Der Tag beginnt ganz entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück und natürlich darf zum Geburtstag ein Gläschen Sekt nicht fehlen. Wir sitzen zusammen, genießen den Morgen und haben überhaupt keinen Grund, irgendwohin zu müssen. Danach geht es mit Booba auf ausgedehnte Spaziergänge. Meer, Sonne, Hund und ganz viel Zeit – eigentlich braucht es gar nicht viel mehr für einen perfekten Geburtstag. Und natürlich wird auch das Meer ausgiebig getestet. Das Wasser ist herrlich warm und wir gehen schwimmen. Nach den vielen Bergen und Wanderungen der letzten Tage fühlt sich dieser entspannte Tag am Meer fast ein bisschen wie Urlaub im Urlaub an.
Am Nachmittag wird es gemütlich: Backgammon steht auf dem Programm. Wir spielen, quatschen, trinken etwas und lassen den Tag einfach vor uns hinplätschern. Kein Zeitdruck, kein Programm – genau das richtige Geburtstags-gefühl.
Und dann kommt am Abend noch der krönende Abschluss: Wir machen uns schick und gehen zum Essen. Ein wirklich edles Abendessen in einem atemberaubenden Ambiente, dazu das Meer und diese besondere Stimmung eines lauen Abends an der kroatischen Küste.
Was für ein Geburtstag!
Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen zwei Wochen könnte dieser Tag kaum schöner sein: Sonne auf der Haut, warmes Meer, gutes Essen, ein bisschen Sekt, ein bisschen Backgammon und ganz viel Zeit miteinander.
Ein Geburtstag, den man definitiv nicht so schnell vergisst.
Dienstag, 22.09.2026 – 188km, Gesamt: 1822km
Vintgar-Klamm und ein Abend in Bled
Heute geht es weiter Richtung Bled – und unser Ziel ist zunächst die berühmte Vintgar-Klamm. Schon die Anfahrt zeigt: Hier ist man auf Besucher eingestellt. Am zentralen Parkplatz ist alles perfekt organisiert, inklusive Busshuttle zur Klamm. Einfacher geht es kaum. Und dann kommt unser persönliches Highlight: Booba! Der Shuttlebus ist rappelvoll, aber unser großer Rottweiler bleibt völlig entspannt und benimmt sich vorbildlich. Kein Gedrängel, kein Gemecker – er macht die ganze Fahrt einfach souverän mit. Da sind wir schon ein bisschen stolz auf unseren „alten Herrn“.
Die Vintgar-Klamm, slowenisch Soteska Vintgar, gehört zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Sloweniens. Der Fluss Radovna hat sich hier über Jahrtausende tief durch das Gestein gearbeitet und eine spektakuläre Schlucht geschaffen. Über Holzstege und Brücken geht es immer am türkisgrünen Wasser entlang – mal dicht über dem Fluss, mal etwas höher an den steilen Felswänden. Besonders beeindruckend sind die engen Passagen, in denen das Wasser mit ordentlich Kraft durch die Schlucht rauscht.
Wir nehmen uns für den gesamten Rundweg etwa zweieinhalb Stunden Zeit. Der Weg durch die Klamm ist dabei als Einbahnstrasse konzipiert, was den gesamten Besuch sehr angenehm gestaltet – trotz der vielen Besucher an diesem Touristenmagneten. Immer wieder bleiben wir stehen, schauen ins Wasser und genießen die beeindruckende Landschaft. Trotz der vielen Besucher ist die Organisation wirklich hervorragend, sodass das Ganze erstaunlich entspannt abläuft.
Nach der Klamm geht es weiter nach Bled. Für einen ausgedehnten Stadtbummel reicht die Zeit heute nicht mehr, aber für einen kurzen Eindruck vom berühmten Kurort und den Blick auf den Bleder Seereicht es allemal. Die kleine Insel mit der Kirche inmitten des Sees gehört natürlich zu den Bildern, die man von Bled einfach einmal gesehen haben muss. Für die Nacht finden wir einen Stell-platz direkt im Zentrum von Bled– praktischer geht es kaum. Und weil wir heute nach der Wanderung ordentlich Hunger haben, suchen wir uns am Abend noch ein ganz besonderes Restaurant aus: Wir essen im ältesten Keller von Bled. Ein richtig schöner Abschluss für einen abwechslungsreichen Tag – gutes Essen, gemütliche Atmosphäre und das Gefühl, wieder ein kleines Stück Slowenien entdeckt zu haben.
Morgen geht es weiter – leider in Richtung Heimat. Wir verlassen das wunderschöne Slowenien!
Mittwoch bis Samstag, 23.-26.09.2026 - 267km, 307km und 386km - Gesamt: 2782km
Der Heimweg
Unser erstes Ziel auf dem langen Heimweg ist eine Empfehlung von Bernd und Marie-Luise, unseren lieben Nachbarn. Wir steuern Strandcamping am Waging-See an. Der Tipp ist ein Volltreffer, ein wunderschöner Campingplatz direkt am Waginger Seeufer, der in der Nachsaison auch sehr ünerschaubar belegt ist. Großartige sanitäre Anlagen und ein wunderschöner Campingplatz mit uraltem Baumbestand - der uns allerdings auch etwas nächtliche Unruhe verschafft. Die Rezeption hatte HaDi zwar auf die herabfallenden Eicheln hingewiesen, aber der Sonnenplatz unter der uralten Eiche war zu verlockend - bis nächtens ein laues Lüftlein die Eicheln auf unser Wohnmobil prasseln ließen.....HaDi hat dann für die zweite Nacht umgeparkt und schwupp war die Nacht ruhig.....
Neben dem Campingplatz gibt es noch eine wirklich schöne Saunaalnage. Während Julia die Ruhe und Zeit auf dem Campingplatz genossen hat - nutzte HaDi die Zeit,um die Seele in der Sauna baumeln zu lassen.
Am Donnerstag sind wir dann in Richtung Muhr am See (liegt am Altmühlsee) aufgebrochen. Dort lebt Julias Schwester und glücklicherweise gibt es fußläufig entfernt einen richtig schönen Stellplatz neben dem See und der zugehörigen Segelschule. Wir verbringen einen schönen Abend und ein gemeinsames Frühstück mit Mareille, bevor am heutigen Samstag der Urlaub wieder endet.